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                  Geschichte

der Mühle

1000 n.C.
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Minsleben.

13./14. Jh.
Erster Mühlenstandort in Minsleben, die Holtemme floß zu diesem Zeitpunkt direkt durch den Mühlenhof und bildete mit dem Mühlgraben die "Insel"

1551
Erste urkundliche Erwähnung der „Minßleber Mühl" anläßlich der Übertragung von Mühlenrechten auf den Müller Hans Keller durch den Grafen von Wernigerode

1809
Der Besitzer G. Maire Weifen hat die Mühle an den Müller Keil verpachtet.
Die Mühle liegt bis dahin noch an der Holtemme, deren Wasser wird durch einen Mühlgraben einem oberschlächtigen Wasserrad zugeführt das zwei Mahlgänge antreibt.

1811/1812
Die Holtemme wird in ihrem Verlauf zwischen der Weschemühle und Silstedt begradigt und eingedeicht. Der alte, mäandrierende Gewässerverlauf bleibt als Mühlgraben und Teichlandschaft im Gutspark erhalten.

1836
Die Mühle gehört in dieser Zeit dem Meister Kühne. Auf der „Insel" (heute Grünfläche am Gebäude Nr. 11) wird durch den Rittergutsbesitzer H. Schliephake das Amtshaus errichtet

1843/1844
Die kartographische Erfassung der Flurmark Minsleben zeigt noch die frühere Gebäudelage des Mühlengehöfts einschließlich einer Brücke über den Mühlbach, und neben begradigten Bächen teilweise auch noch alte Gewässerverläufe.

1859
Der Mühlenbesitzer Gelhaar läßt neben dem bisherigen Stallgebäude (jetziges Wohnhaus Nr.10) ein neues Stallgebäude errichten. Späterer Abriß, heute nur noch Fundamente vorhanden.

1863
Der Müller Gelhaar erweitert das Mühlengebäude um einen Wohnhausanbau etwa an Stelle des jetzigen Speichergebäudes. Der westliche Teil des Gebäudes Nr. 10, welches damals  noch ein  Stallgebäude war, wird abgetragen.

1880
In der Nacht vom 13.Oktober um halb Zwei ist die "Gelhaar´sche Fabric-Mühle" vollständig abgebrannt. Dank absoluter Windstille und starkem Regen wurden keine Nachbargebäude in Mitleidenschaft gezogen. Es folgte die Errichtung des jetzigen Mühlengebäudes auf den Grundmauern der alten Mühle, und der Umbau des Hauses Nr.10 zum Wohnhaus, sowie die Errichtung des   Hauses Nr. 11 auf den Fundamenten eines Stalles

ca. 1900
Minsleben hat ein eigenes Postamt. Der damalige Müllermeister Anton Schlamber hat in der Mühle schon einen privaten Telefonanschluss. Es kommt zur Errichtung des Speichergebäudes an Stelle eines Schuppens neben dem alten Mühlengebäude

1921
Die Minslebener Mühle wird von dem Besitzer  des Rittergutes H. Druckenbrodt aufgekauft und  zu einer modernen Kunst-Mühle mit Walzenstühlen und Plansichtertechnik ausgebaut

1924
Umstellung auf Turbinenantrieb, Eintragung der technischen Anlagen zum Anstauen des Wassers ins Wasserbuch. Der Mühlgraben von der Holtemme wird begradigt.  Mit einem Generator wird zu dieser Zeit bereits Strom erzeugt und in das Netz eingespeist.

1945/46
Enteignung der Rittergutsbesitzer im Zuge der Bodenreform. Nutzung durch den Kreisverband der Gegenseitigen Bauernhilfe, VdGB.

1951/52
Übernahme der ehemaligen Gutsmühle in kommunale Rechtsträgerschaft. Danach Nutzung durch der Mühle durch die LPG Einheit, später LPG X. Jahrestag Minsleben zur Futtermittelherstellung

ca. 1960
Der Betrieb der Turbine und die  Nutzung der Wasserkraft werden eingestellt. Der Antrieb wird umgestellt auf Elektromotoren. Eine Hammermühle ersetzt die Walzenstühle

1990
Der Mahlbetrieb, zuletzt die Herstellung von bis zu 20 Tonnen Futterschrot, wird am 3. Oktober eingestellt. Die Treuhand übernimmt die Gebäude des Mühlengehöfts

2000
Erwerb des Mühlengehöfts 
durch  Hermann Alber, bis dahin „Müller von Sanssouci" an der Historischen Mühle  in Potsdam, welche durch den Streit des Müllers mit dem Preussischen König Friedrich II. dem Grossen Berühmtheit erlangte.

2001
Erste Sicherungsmassnahmen am ältesten erhaltenen Wohngebäude Minslebens und Beginn der denkmalgerechten Restaurierung. Herstellung  von Hausanschlüssen für  Energie,
Abwasser und Trinkwasser  an allen Gebäuden des Mühlenhofs

2002
Starke Schäden an den Gebäuden durch das Jahrhunderthochwasser. Beginn der Hüllensanierung am Haus Nr. 10.  Fertigstellung der ersten Ferienwohnung im Heuboden. Eröffnung der "Galerie im Kornboden".  Gründung des Mühlenvereins Wernigerode e.V.

2003
Beseitigung der Hochwasserschäden.
Eröffnung des Mühlencafés "Mühlstein" und Fertigstellung weiterer Ferien - Wohnungen im Wohnhaus Am Wasser 10

2004
Sanierung des Mühlengebäudes durch den Mühlenverein Wernigerode und   teilweise Renovierung  des Wohngebäudes  Am Wasser 9

2005
Gestaltung der Außenanlagen, Gärten, Wege, Teiche und Terrassen, Renovierung am Müllerhaus, Nr.9,   Tourismuspreis des Landes Sachsen-Anhalt 2005  für die Gesamtkonzeption Gutsmühle   

2006 
Umweltpreis der Stadt Wernigerode für die Beteiligung der Gutsmühle bei der Landesgartenschau 2006 im Rahmen des "Grünen Klassenzimmers".  Bau von Lehmöfen und Brotbacken mit Schulklassen

2007
Sturmschäden an den Dächern durch den Sturm "Kyrill" Restaurierung der Transmissionen im Mühlengebäude Wiederinbetriebnahme der Haferquetsche,
Im Herbst führt ein erneutes Hochwasser zu weiteren Schäden am Gebäude und den Uferbestigungen am Mühlgraben.
Dreharbeiten für TV-Produktionen von ARD, MDR, und NDR

2008
Schaffung von Fluchtwegen für die oberen Etagen der Mühle durch den Einbau von Notausgängen und Feuerleitern.  Vorbereitende Arbeiten für den Einbau eines Mühlrades. Wiederholte TV - Berichterstattungen

 2009                                                                          Erstmalige Teilnahme der Gutsmühle am "Tag der Regionen 2009 mit Schaubacken und Schaumahlen.   Dreharbeiten für "Deutsche Welle TV"

 2010                                                                                Beginn der Denkmalgerechten Restaurierung des Gebäudes Am Wasser 11.  
TV-Dreharbeiten des mdr Fernsehens in der Mühle im Auftrag des Sendeplatzes "Waehle Madlaine"                "mdr-Rundfunkproduktion:    "

Mal-Workshop der Berliner Galerie "Remise" mit anschließender Ausstellung in der "Galerie im Kornboden"
Beteiligung der Gutsmühle beim Naturparkwettbewerb 2010 des Regionalverbandes Harz.

 

Willkommen Ute, Roda und Theo

 


 

 

 

 

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